Zitat der Woche

"Deshalb sage ich, dass es hier spukt - mein Laden ist voll von den Geistern der Bücher, die ich nicht gelesen habe. Armen ruhelosen Geistern, die immer um mich herum sind. Es gibt nur eine Möglichkeit, den Geist eines Buches zu bannen - man muss es lesen."

(Christopher Morley)

Freitag, 30. November 2012

So bitterkalt


So bitterkalt von Johan Theorin
ISBN: 978-3-492-05551-2
Preis: 19,99
Piper Verlag
auf Deutsch
465 Setien reiner Text

"Und doch fängt jeder an derselben Stelle an;
wie kommt es, dass die meisten ohne Schwierigkeit weiterkommen, einige wenige aber den Weg verlieren?"
John Barth, Ambrose im Juxhaus

Ein seltsames Buch. Irgendwie größtenteils sehr unspannend geschrieben. Unblutig sowieso. Und doch verdammt fesselnd.
Wahrscheinlich wären selbst Psychologen von diesen Charakteren überfordert.
Eine große "Liebe", die der Kernpunkt für alles ist. Zwei um genau zu sein sogar. Bis zum Ende versteht man nicht alle Hintergründe, nur nach und nach wird Jans Vergangenheit immer weiter beleuchtet, die der anderen bleibt dabei aber größtenteils außen vor. Stört dies einen zunächst nicht, wird erst am Ende klar, dass man - genau wie der Protagonist selbst - nur einen einzigen Blickwinkel auf die Gesamtheit hatte. Und genau das wird zum Verhängnis.
Das Ende ist gleichermaßen unbefriedigend (ich hatte ehrlich gesagt noch lange mit einem Happy End gerechnet) als auch perfekt. Die Besessenheit kann einen blind für das machen, was sich direkt vor der eigenen Nase befindet.
Und das Ende ist offen.

"Wann hören wir auf, Kinder zu sein?"

"Nur wer in sich selbst ruht, kann Vertrauen zu anderen haben."

"[...] das Gefühl, Außenseiter zu sein, ist in einem Raum voller Fremder, die zusammenstehen und miteinander reden und lachen, immer überwältigend."

"Echte Liebe stirbt keinen natürlichen Tod. Sie wird von denen ermordet, die über uns bestimmen."

"Chaos ist Freiheit. Mit meinen Liedern will ich der Verunsicherung huldigen. So, wie wenn man an der äußersten Kante der Bühne steht und manchmal über den Rand fällt."

"Risse lassen Licht herein."

Sonntag, 25. November 2012

Erster Bericht vom Testlesen :)

Wie ich bereits vor einigen Tagen erwähnt habe, darf ich mich nun offiziell Beta-Leserin nennen!
Zum Post geht es hier: Klick!

Nachdem ich die ersten vier Kapitel nun schon durch habe (und so viel rot angestrichen habe, dass ich mich schon beinahe schlecht fühle, obwohl es nur kleine Formulierungssachen sind) mein erster Bericht dazu.
Die Geschichte gefällt mir bisher super, auch wenn ich ja noch total am Anfang bin. Der lockere und "normale" Schreibstil gefällt mir super.
Die Protagonistin und ihre beste Freundin sind sehr unterschiedlich, was ich total witzig finde, passen aber irgendwie trotzdem sehr toll zueinander. Ich kann mir beide wirklich lebhaft vorstellen.
Auch wenn noch nicht viel vom angekündigten Inhalt zu lesen war, lässt mich diese Geschichte noch mehr erwarten. Größeres.
Es ist komisch, denn ich will ja nicht zu viel verraten.. doch allein die Art des Dämonen Azriel gefällt mir schonmal super. Diese scheißegal Haltung, bei der man aber trotzdem merkt, dass noch mehr dahintersteckt. Und das, obwohl er bisher erst zwei Mal kurz auftauchte. Ich mag ihn jetzt schon sehr.

Nun einfach nochmal ein Teil der kleinen Zusammenfassung, die ich von Anne höchstpersönlich bekommen habe:

Die Engel. Unsterbliche Wesen, die schon seit hunderten von Jahren die oberste Regierung der Menschen bilden. Seit das neue Magistrat an der Macht ist, hat sich für die Menschen viel geändert: Der Handel und Kontakt mit den Dämonen, die oft lebenswichtige Güter brachten, ist verboten und wird mit langer Haft oder sogar dem Tod bestraft.
Seit Noés Vater von den Unsterblichen ermordet worden ist, hat diese eine tiefe Abneigung gegen die oberste Regierung ihres Landes entwickelt. Noch dazu ist sie seit zehn Jahren mit dem Dämonen Azriel befreundet. Doch dann trifft sie auf Nero - ebenfalls ein Unsterblicher und Sohn des derzeitigen Magistratsvorsitzenden - und ihre Sicht auf die Welt beginnt, sich zu drehen.

Ich muss gestehen, dass ich zunächst ein wenig Probleme mit dem Namen der Protagonistin hatte.
Noélia - Noé. Aber ganz ehrlich? Ich habe mich nach den ersten Kapiteln schon so daran gewöhnt, dass ich mir einfach keinen anderen Namen mehr vorstellen könnte. Seltsam sowas.

Ich bin auf jeden Fall gespannt auf mehr und ich hoffe, dass ich auch euch neugierig machen konnte - wobei das wohl Annes Text sowieso am besten geschafft hat. 

Und jetzt noch ein Bild, weil ein Post ohne Bild doof ist.
Lüneburg im April.

Freitag, 23. November 2012

Villa des Schweigens


Villa des Schweigens von Ulrike Rylance
ISBN: 978-3-423-71513-3
Preis: 6,95€
genau 235 1/2 Seiten

Klappentext:
DER TOD WOHNT NEBENAN...
Ein WG-Zimmer in einer riesigen alten Villa - was für Nina zunächst nach großem Abenteuer und jeder Menge Spaß klingt, wird schon bald zum reinsten Horror. Es verschwinden Dinge aus ihrem Zimmer und sie fühlt sich permanent beobachtet. Spätestens als die Freundin ihres Mitbewohners nach einer Party tot im Flur liegt, weiß Nina, dass sie in allerhöchster Gefahr schwebt.

Inhalt:
Nina geht für einen Ferienjob nach Leipzig, wohnt zunächst bei ihrer Tante, will wegen der nervigen Zwillinge jedoch sofort dort weg. Als sie endlich ein super Zimmer findet, holt sie sofort ihre Sachen und zieht ein.
Doch jeder der Mitbewohner ist auf seine eigene Art seltsam.
Claire - das einzige Mädchen, hat extreme Stimmungsschwankungen. Es wechselt zwischen "Ninas neue beste Freundin" und "Fass meine Sachen nicht an, ich will dich nicht sehen.".
Benjamin - der dunkelhaarige Junge, der so gut wie nie einen Ton sagt und somit sehr mysteriös wirkt.
Stefan - der hübsche Typ mit Barbie-Freundin, die ihn nur zu nerven scheint, an der er aber trotzdem jeden Tag hängt.
Und Julius - den Besitzer des Hauses, dessen Sachen man nicht anfassen darf. Der vergammeltes Essen isst, komisches Verhalten an den Tag legt und einmal drogenabhängig war.
Kaum hat sich Nina ein wenig mit Lauren, Stefans Freundin, angefreundet und schon ein paar Details zu den so verschiedenen Mitbewohnern herausbekommen, wird Lauren umgebracht.
Es wird als Selbstmord hingestellt, doch das Gedicht in Laurens Hand spricht Bände. Sie hat es nicht selbst geschrieben. Genauso wie Nina die seltsamen Gedichte, die in ihrem Zimmer aufgetaucht sind, nicht selbst geschrieben und sich auch die Schokolade und die Blumen nicht selbst auf das Bett gelegt hat.
Fragte sie sich bisher, ob dies eine Anmache oder eine Drohung war, steht für sie nach Laurens Tod fest, dass auch sie selbst sich in Gefahr befindet.
Aber wer ist der Mörder? Stefan, der an dem Abend mit ihr Schluss gemacht hat? Benjamin, in dessen Armen sie Lauren kurz vorher heimlich beobachtet hat? Claire, die sie sowieso nie abkonnte? Julius, der komische Kautz, denn schließlich starb Lauren an einer Überdosis? Oder war es vielleicht gar keiner ihrer neuen Mitbewohner?

Meinung:
Spannend bis zum Ende, jeder macht sich irgendwie verdächtig, doch ein wahres Motiv sucht man vergebens. Und was hat das ganze mit Nina zutun, schließlich bekommt ja auch sie Gedichte in ihr Zimmer?
Ebenfalls spannungssteigernd sind die kurzen Abschnitte, die aus Sicht des Täters geschrieben sind, ohne zu verraten, wer es ist. Hingegen etwas ausgelutscht ist dann am Ende das tatsächliche Motiv, wobei natürlich trotzdem plötzlich alles einen Sinn ergibt, zusammenpasst und man sich als Leser fragt, warum man nicht schon früher darauf gekommen ist.
Schade ist auch, dass die seltsamen Eigenarten nicht bei allen Mitbewohnern aufgedeckt werden. Bei einem bleiben für mich am Ende noch offene Fragen, was ich äußerst unschön finde. Das mal so als größten Kritikpunkt.
Zum empfehlen für Mädchen ab 14/15.

"Hass.
Laut Wörterbuch eine sehr starke Abneigung gegen jemanden oder etwas.
Synonyme sind Abscheu und Übelwollen. Kein Plural.
Wie lächerlich.
Das reicht nicht aus.
Was ich für das Mädchen empfinde, ist mehr als Abscheu oder Übelwollen.
Hass ist, wenn man jemandem den Tod wünscht.
Wenn man diesen Jemand zum Schweigen bringen will. 
Für immer.
Gegenwort ist Liebe."

Lügenbeichte


Lügenbeichte von Beate Dölling und Didier Laget
ISBN: 978-3-423-78260-9
Deutscher Taschenbuch Verlag
Preis: 6,95€
genau 308 1/2 Seiten

Klappentext:
WER EINMAL LÜGT...
Überraschender Besuch, leidenschaftliche Küsse, ein Augenblick der Unaufmerksamkeit - und plötzlich ist Josis kleiner Halbbruder Lou verschwunden. Die Polizei sucht mit einem Großaufgebot nach ihm und findet... die Leiche einer jungen Frau. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Lous Verschwinden und der Leiche? Und warum wird Josis Vater so sauer, als die Polizei ihn wegen der jungen Frau befragt? Als Josi nachforscht, verschwimmt die Grenze zwischen Wahrheit und Lüge immer mehr...


Inhalt:
Der Klappentext verrät eigentlich schon das Meiste von dem, was man schreiben kann, ohne zu viel zu verraten. Josi hat einen neuen Freund, soll aber eigentlich Babysitten, doch für ihr erstes Mal mit Max muss der kleine Bruder schon mal alleine unten auf dem Sofa einen Film gucken. Danach ist er spurlos verschwunden. Was zuerst nach einem Streich aussieht, wird zur bitteren Wahrheit und die Polizei wird eingeschaltet.
Max und Josis eigener Vater geraten sogar unter Mordverdacht.
Doch worum sich dieses Buch dreht, sind - wie der Titel schon sagt - die Lügen
Max hat Josi angelogen, denn schon als er zur Toilette ging, saß Lou nicht mehr auf dem Sofa.
Josis Vater lügt noch viel mehr, denn er hatte eine Affäre mit der nun toten jungen Studentin.
Und sogar Josi selbst erwischt sich bei einer kleinen Lüge dem Polizeibeamten gegenüber, auch wenn dies nur eine Trotzreaktion war. Wie schnell das geht, mit den kleinen Lügen, ist also offensichtlich. 
Doch wer lügt, hat auch was zu verbergen, oder? Wer hat Lou entführt und wer die junge Frau ermordet? Oder war es vielleicht sogar ein und der selbe Täter?

Meinung:
Ich finde es ja immer schade, wenn man relativ schnell weiß, wer der Täter ist. Doch bei diesem Buch ist diese Tatsache nicht sonderlich dramatisch, es bleibt trotzdem spannend und man wartet immer noch gespannt auf mehr Details. Schade ist nur, dass Josi hier sehr naiv erscheint und bis zur letzten Sekunde nicht zu bemerken scheint, was doch für den Leser offensichtlich ist: Wer der verdammte Täter ist.
Ihr Zwiespalt den Personen, die sie liebt, gegenüber ist sehr gut dargestellt. Es zeigt, wie das Vertrauen zu Menschen durch Lügen einen Knacks bekommt und appelliert so meiner Ansicht nach sehr stark an die Ehrlichkeit. Gut so!
Ein durchaus lohnenswertes Buch, aber trotz des witzigen Covers nicht unbedingt zu unterschätzen. Mädchen unter 13/14 würde ich es auf jeden Fall nicht empfehlen.

"Wenn man ein Problem nicht lösen kann, vergiss es für einen Moment und betrachte es dann aus einem anderen Blickwinkel."

Mittwoch, 21. November 2012

Ein Abenteuer passiert dem, der es am wenigsten erwartet


Zwei Bücher, auf die ich eine ganze Weile gewartet habe.
Zwei "zweite Teile", die man eigentlich sofort nach dem ersten Teil lesen will.
Zwei Teile, die ich sogar besser fand als die ersten Teile.
Und doch zwei ganz unterschiedliche Fortsetzungen.

Saving Phoenix von Joss Stirling.
Der zweite Teil zu Finding Sky.
Aber eine ganz andere Geschichte, denn diesmal geht es um einen neuen der sieben Brüder, der auf seine ganz eigene Art und Weise seinen Seelenspiegel findet.
Im Vergleich zu Sky im ersten Teil, die keine Ahnung von dem Leben als Savant hatte, hier nun Phoenix, die sehr wohl Bescheid weiß, durch unglückliche Umstände allerdings in einer ganz üblen Bande gelandet ist. 
Sie muss gerettet werden und das passiert auch, mit ganz viel Spannung und mehr Action als im ersten Teil.
Phoenix als Person ist mir super sympatisch  gewesen, ein kleiner Sturkopf, der immer seinen Willen durchsetzen will und sehr sehr wenig von sich selbst hält. 
Passt irgendwie zu mir.

"Es tut..."
"Ich will's gar nicht hörn. Jedes Mal, wenn du den Mund aufmachst, sagst du irgendwas Dummes, das mich wütend macht, darum werde ich dich einfach am Reden hindern." 
Seine Lippen trafen auf meine in einem heißen, schmerzvollen Kuss, der nach Wut und Verzweiflung schmeckte. Feuerwerkskörper explodierten hinter meinen geschlossenen Augen, Funkenstöße in meiner Magengrube.

                                                                                                                                                                  

Hades von Alexandra Adornetto.
Der zweite Teil zu Halo.
Es knüpft direkt ans Ende des ersten Teils an, naja mit ein bisschen Erholpause für die Protagonisten, damit sie ihre erkämpfte Ruhe und Liebe genießen können.
Dass Bethany sehr naiv ist, fand ich im ersten Teil noch ein wenig zu übertrieben, in den zweiten Teil passt es jedoch viel besser rein. Außerdem besteht eine räumliche Trennung zwischen ihr und ihrem Geliebten, sodass sie sich nicht mehr auf ganz so unerträgliche Art und Weise anschmachten. 
Das Vermissen und Besuchen über außerkörperliche Reisen von Bethany wirkt hier einfach nur romantisch und schön.
Und, ganz wichtig, es wird der Punkt erfüllt, der mich im ersten Teil am meisten gestört hat:
Jake, der "Böse", war im ersten Teil sehr offensichtlich der Bad Boy, ganz ohne Charme oder Anziehung, dieses hin und her gerissen sein zwischen "Gut" und "Böse" (verkörpert von den zwei Männern natürlich) fehlt einfach. (Ich sage nur Damon aus Vampire Diaries!!!)
Im zweiten Teil wird er erstens viel charmanter und zweitens bekommt man sogar ein wenig Mitleid, findet ihn viel anziehender. So ist das richtig!
"L'amour est comme un sablier avec le coeur remplir le vide du cerveau."


Sonntag, 18. November 2012

Winterwunder


"Es ist schwer, einem bösen Jungen zu verzeihen, der ein guter Mann ist."

"Du hast Angst, ihn dir zu nahe kommen zu lassen, weil er dir mehr bedeuten könnte als erwartet!"
"Ich weiß es einfach nicht. Und ich mag es nicht, wenn ich was nicht weiß."

"Die alten Geschichten machen uns mit zu dem, was wir sind - oder was wir ums Verrecken nicht sein wollen."

"Lügen sind einfach Bequemlichkeit."
"Und bequem bist du nie gewesen."

"Die Welt eröffnet ihr neue Möglichkeiten, statt ihr welche zu verschließen. Sie war nie ein Feigling gewesen, hatte nie Angst gehabt, die ersten Schritte auf unsicherem Boden zu tun."

"Vielleicht verlangte oder erwartete sie zu früh zu viel. Doch Malcolm war nicht der Einzige, der wissen wollte, wie Dinge funktionierten, und warum."

"Seiner Ansicht nach hatten Poker und das Leben eine Menge gemeinsam. Man spielte mit den Karten, die man bekam, wog die Chancen ab, ging ein Risiko ein oder auch nicht. Und wenn man schlechte Karten hatte, bluffte man, wenn der Pot es wert war und man den Mumm dazu hatte. Und wenn nicht? Wartete man auf das nächste Blatt."

"Und das, gestand sie sich ein, war es, was sie sich immer gewünscht hatte. Sich einen Namen machen, ja, gute Arbeit leisten, eine gute Freundin, eine gute Schwester sein, etwas aufbauen und mit anderen teilen und dazu noch lieben und geliebt werden, versprechen und ein Versprechen bekommen. Jemanden finden, mit dem sie Hand in Hand ihr eigenes Happy End erleben würde."

"Wenn du eine findest, die du liebst, ganz und gar, und sie liebt dich auch - sogar mit deinen Schwächen, deinen Fehlern - rutscht irgendwie alles an seinen Platz. Und wenn du mit ihr reden kannst, und sie hört zu, wenn sie dich zum Lachen bringt, zum Nachdenken, wenn sie dein Begehren weckt, wenn du durch sie erkennst, wer du wirklich bist und dass es dir mit ihr besser, einfach besser geht, dann wärst du doch verrückt, wenn du nicht den Rest deines Lebens mit ihr verbringen wolltest."

Donnerstag, 15. November 2012

Herbstmagie


"Laurel verstand das Bedürfnis, andere zu versorgen, den Wunsch - sogar die Leidenschaft-, Speisen vor andere hinzustellen und sie zum Essen zu drängen. Das bedeutete Leben und Behaglichkeit, Autorität und Befriedigung. Und wenn man das Essen eigenhändig und mit Geschick zubereitet hatte, war das eine Art sehr handfester Liebesbeweis."

"Glauben Sie daran? Dass es den Einen gibt? Den Richtigen?"
"Oja, für manche Leute. Bei anderen ist es nicht so - wenn es nicht läuft oder sie einen Partner verlieren, versuchen sie es eben mit jemand anderem. Aber für manche gibt es den Einen, von Anfang bis Ende. Kein anderer passt so gut zu ihnen. Keiner rührt so an ihr Herz und lebt darin."

"Liebe ist immer unheimlich."
"Warum?"
"Weil es keine Spannung gibt, wenn keine Angst im Spiel ist."

"Es ist schwer, wenn ich jemanden mehr liebe als er mich, aber damit muss ich klarkommen. Es sind meine Gefühle, dafür bin ich verantwortlich."

"Die Liebe war schön und gut, dachte sie, aber im Einklang miteinander zu sein? Das war nur in einer dauerhaften Beziehung möglich."

I'm a Betaleser

Als angehende Buchhändlerin liest man viel. Oft auch Dinge, die man lieber nicht lesen würde.
Man liest, versucht objektiv zu urteilen. Man unterhält sich mit Kollegen, diskutiert.
Ein Titel wird eingekauft oder auch nicht. Aber wenn ja, muss man ihn auch verkaufen.
Optimalerweise verkauft man Bücher, die man selber geliebt hat.
Aber je nach Kundenbedürfnis muss man eben auch Bücher super anpreisen, die einem nicht gefallen haben (bei mir zum Beispiel alles mit geschichtlichem Hintergrund, ist einfach nicht mein Ding).
Man pickt sich die guten Punkte raus, um ehrlich bleiben zu können (zumindest mache ich das so).

Aber wie ist es, auch mal am Schaffensprozess teilhaben zu dürfen?
Annes Blog habe ich bereits schon einmal vorgestellt, da mich das Thema Schreiben sehr fasziniert.
Aber jetzt auch noch Geschichten lesen zu dürfen, die eben noch nicht perfektioniert sind -
Meine Kritik, positive und negative, ehrlich äußern zu können -
Und dann hoffentlich bald das Ergebnis genießen zu dürfen - Das ist wie ein wahr gewordener Traum für mich.

Wenn ihr auch Betaleser bei der lieben Anne werden wollt, dann haltet euch ran, die Anzahl der Geschichten ist begrenzt! Klickt hier!

Ich werde weiter bereichten und ich hoffe einfach mal, dass ich zumindest eine kleine Hilfe beim fertig stellen ihrer Geschichte sein kann. Mehr als versuchen kann ich es nicht. Und genießen natürlich.

Dienstag, 13. November 2012

"Sommersehnsucht"

Zitateflut Nummer zwei! :)<3

"In Emmas Augen war der Kuss zart und liebevoll. Die Art von Morgenkuss zwischen Liebenden, die wussten, es war noch Zeit, viel Zeit, für tiefergehende, heißere Küsse."

"Gefühle sind Gefühle. Ich verstehe nicht, wie man einem anderen Vorwürfe machen kann wegen dem, was er empfindet."

"Ich glaube, wenn zwischen zwei Menschen etwas läuft, hat das einen Grund. Manchmal funktioniert es, manchmal nicht, aber einen Grund gibt es immer."

"Sie wusste genau, was sie von der Liebe erwartete - von der Liebe, die einem in den Knochen steckte, die aus dem Herzen kam, die einen mit Haut und Haar packte. Die sollte ewig währen. Sie wollte den Alltag, Tag für Tag, Nacht für Nacht, Jahr für Jahr, das Zuhause, die Familie, Den Streit, die Unterstützung, den Sex, alles."

"Ich glaube zu lieben ist nie verkehrt. Ob für den Augenblick oder für immer."
"Wir alle wissen, dass Emma stets das >Für immer< wollte."
"Aber das kann man nicht haben, wenn man den Augenblick nicht genießt."

"Ich habe ihn mein Herz sehen lassen. Ich habe es ihm geschenkt, als er noch glaubte, er könnte oder wollte es nicht annehmen. Ich habe es ihm trotzdem gegeben - als Geschenk. Auf die Gefahr hin, dass er es mir brechen würde. Ich war sehr mutig. Liebe ist sehr mutig."

"Ich glaube, wenn man jemandem sagt, dass man ihn liebt, tut man das nicht, weil man was Bestimmtes erwartet. Sondern weil man was zu geben hat."

"Die Liebe kann einen echt fertigmachen, bis man lernt, damit zu leben. Und wenn man das geschafft hat? Dann fragt man sich, wie man bloß jemals ohne leben konnte."

Samstag, 10. November 2012

"Frühlingsträume"


"Zu schnell, zu weit gedacht, das war ihm klar. Aber er konnte nicht anders. Es hatte ihn voll erwischt, so dass er Hals über Kopf in die Liebe hineinschlitterte."

"Man sieht darauf, wie sehr sie sich geliebt haben. Wie glücklich sie einander gemacht haben. Sie haben sich gestritten, gezofft, und ich denke mir, es hat auch Zeiten gegeben, in denen sie die Nase voll voneinander hatten. Aber sie haben sich dennoch geliebt. Ihr halbes Leben lang haben sie diese Liebe erhalten. Und das hast du in diesem Bild eingefangen, weil du es gesehen hast. Du hast es erkannt."

"Die Liebe macht einem Angst, und manchmal ist sie auch vergänglich. Aber es lohnt sich, für sie etwas zu riskieren, es lohnen sich die Nerven,die es kostet. Es lohnt sich sogar der Schmerz."

"Jeder ist schlampig, Mackensie. Manche Leute stopfen ihre Unordnung nur in einen Schrank oder eine Schublade - jedenfalls wenn Besucht kommt. Aber sie ist trotzdem noch da."

"Liebe ist nicht irgendetwas Gestaltloses, Unerreichbares, das nur für Bücher und Gedichte erfunden wurde. Sie ist real und lebendig, und sie ist notwendig. Verdammt. Sie verändert etwas. Alles. Ich kann nicht mehr der sein, der ich war, bevor ich Mac geliebt habe. Es ist lächerlich, das zu erwarten."

"An manchen Dingen kann man einfach nichts ändern. Man kann eine Party darauf machen oder eine Tragödie."

"Ich liebe dich. Ich liebe, was wir beide zusammen sind. Ich liebe, was aus uns vielleicht noch werden kann. Ich werde bestimmt Mist bauen. Du auch, schließlich bist du nicht perfekt. Wir werden einander wehtun und einander zum Lachen bringen. Wir werden miteinander schlafen und uns streiten. Ich möchte, dass wir einander eins versprechen: Dass wir versuchen werden, einander nicht fallen zu lassen. Mehr als versuchen können wir es nicht."

Mittwoch, 7. November 2012

Nora Roberts "Zitatereihe"

"Frühlingsträume"
"Sommersehnsucht"
"Herbstmagie"
"Winterwunder"
Dies ist (zumindest bisher) meine Lieblingsreihe von Autorin Nora Roberts. Dass ich ein kleiner Kitschfan bin, habe ich ja unter "Über mich" bereits verraten, deswegen kann ich das ja nun auch weiter öffentlich breittreten.
Die vier Freundinnen Mac, Emma, Laurel, und Parker betreiben zusammen eine Hochzeitsagentur und leben auch alle unter einem Dach (Naja, zumindest auf einem Grundstück).
Eine ist zuständig für die Torten, eine für die Blumen, eine für die Fotos und eine ist das Planungsgenie.
Wie sollte es auch anders sein: Jedes Buch dreht sich um eine der Frauen und ihren Weg in eine feste Beziehung. Ganz ohne Spannung. Mord oder anderes Zeug, auf das ich sonst so stehe. 
Diese Bücher sind romantisch, witzig und einfach nur wunderschön, besonders wenn man selbst schon oft genug davon geträumt hat, einmal Hochzeitsplanerin zu werden. Die alltäglichen Schwierigkeiten im Beruf, die persönlichen Konflikte mit der Vergangenheit und dem Leben im Allgemeinen und noch vieles mehr trifft hier aufeinander. Ein Buch zum verlieben.
Es ist bereits ein wenig her, dass ich diese Bücher das letzte Mal gelesen habe, aber immer wenn ich wieder mein Zitatebuch durchblättere, fange ich wieder an zu schwärmen. Deswegen werde ich hier und nach und nach in 4 verschiedenen Posts eine Zitateflut auf euch loslassen. 
Ich will zum träumen anregen.

Sonntag, 4. November 2012

Wunschzettel

Ohja, besser zu früh als nie, ein Wunschzettel für Weihnachten :)
Das habe ich zwar seit gefühlten 15 Jahren nicht mehr gemacht, aber los geht's!

Geld, Geld und noch mehr Geld, denn meine Schule wird nicht billiger, die Zeit zum Sparen dafür immer knapper! (KLICK!)
Klamotten, vor Allem warme, ich besitze kaum Pullis
Schuhe! (aber bitte mich aussuchen lassen)
Mein 5. Tattoo, aber das schenkt mir sowieso keiner :D
Druckerpatronen (schwarz Nummer 45, bunt Nummer 23 -> beide von (oder für?) HP)
Ein Wandregal in weiß oder schwarz für meine Küche
Selbstgestrickte Socken und Mützen sind auch immer toll :)
Ein riiiiiesen Poster von Ian Somerhalder (dasdasdasDASDASdas, das geile Googlehintergrundbild am Tresen mit dem Alkohol aus VD, was ich gerade so bei Google nicht finden kann.. oder am besten einfach alle, weil ich mich nicht entscheiden kann!)

Und ein Weihnachtsgeschenk habe ich wie üblich schon verfrüht bekommen: von meinem Papa!