Zitat der Woche

"Deshalb sage ich, dass es hier spukt - mein Laden ist voll von den Geistern der Bücher, die ich nicht gelesen habe. Armen ruhelosen Geistern, die immer um mich herum sind. Es gibt nur eine Möglichkeit, den Geist eines Buches zu bannen - man muss es lesen."

(Christopher Morley)

Dienstag, 25. Dezember 2012

Gewinnspiel

Tja, es ist Weihnachten und da dachte ich mir mal: Ich starte mein erstes Gewinnspiel.
Ich verlose ein Buch von Care Santos. "Die Geister schweigen".


Klappentext:
"Es gibt nur eine Möglichkeit, eine Frau festzuhalten: indem man sie malt."

Im prächtigen Stadtpalast ihres Großvaters, des berühmten Malers Amadeo Lax, macht die junge Kunsthistorikerin Violeta eine unheimliche Entdeckung. 
Was ist mit den Frauen ihrer Familie geschehen? Was flüstern die Wände des Familiensitzes? Sie sind Zeugen all der großen Ambitionen, verborgenen Leidenschaften, tragischen Verwicklungen - und eines unaussprechlichen Geheimnisses.

Ein mitreißender Roman über vier Generationen von Frauen: Care Santos schiebt die Vorhänge der Zeit beiseite und nimmt uns mit auf die Reise durch das aufregendste Jahrhundert Barcelonas, der stolzen Stadt zwischen Meer und Moderne.

"Diesen Roman liest man nicht nur, man erfährt ihn mit allen Sinnen." El Cultural

Ihr müsst kein Leser meines Blogs sein, freuen würde ich mich darüber natürlich trotzdem sehr! 
Die Aufgabe, um an dem Gewinnspiel teilnehmen zu dürfen, ist ganz einfach:
Schreibt in einem Kommentar direkt hier oder in einer Mail an Sannisinaprigge@googlemail.com einen Satz über Bücher. Darüber, was sie euch bedeuten, was sie besonders macht, irgendetwas, was euch spontan einfällt.
Mein Lieblingsbeitrag wird gewinnen, wenn ich mich jedoch nicht entscheiden kann, lose ich zwischen meinen Favoriten!
Das Gewinnspiel läuft bis zum 31.12.2012.
Wer mitmachen will, muss über 18 sein oder die Einverständniserklärung seiner Erziehungsberechtigten haben.
Ein Wohnsitz in Deutschland, an den ich das Buch dann schicken kann, muss ebenfalls vorhanden sein.

Frohe Weihnachten euch allen! :)

Die besondere Traurigkeit von Zitronenkuchen

"Er rührte sich nicht, genauso wenig wie ich; es war, als ob eine Brise durchs Fenster hereinwehte und uns die letzten paar Zentimeter zueinanderbrachte. Erst die Ellbogen, dann die Schultern, dann seine Arme, die sich um mich legten, mich an ihn zogen, und ich hob mein Gesicht zu ihm empor, legte meine Stirn an seine Wange, ein banger Teenager, und wir küssten uns, ein schrecklicher Kuss aus Mitleid, oder Kummer, und doch schön, weil es George war und ich ihn hatte küssen wollen, seit ich denken konnte. Ganz sacht, nur auf die Lippen, nur ein Kuss, ganz leicht. Sein Mund schmeckte nach Sonnenschein und Wachheit und Erwachsenwerden.
  Es war, als würden wir den Raum neu besetzen. Ein Raum voller Leerstellen barg nun zwei, die einander seit Jahren kannten. Lockte, lud ein, mit einer alles durchdringenden, erschreckenden Süße, mein Gesicht und seine Finger, hellwach, Hände strichen über Schultern und Gesichter und Rücken, krallten sich fest, obwohl die Wege schon auseinanderliefen. Die Woge türmte sich höher und höher, wir pressten uns enger aneinander, drängender, suchten neue Wege, von der Schwerkraft nach unten gezogen, doch dann ließen wir allmählich voneinander ab, kamen zur Ruhe. Küssten uns mit weniger Hast. Pausen. Verzierungen. Satzzeichen. Ich hielt seine Arme fest umklammert. Behalt das in Erinnerung, dachte ich. Er blieb nah bei mir, umfasste mein Gesicht und meine Schultern, strich mir über den Nacken, und vielleicht eine Stunde oder länger standen wir einfach so beieinander, ganz still, nur Hände und Lippen und Haut.
  Danke, sagte ich. Immer noch mit geschlossenen Augen.
Niemand hat das gesehen, sage ich. Nicht mal ich.
  Aber ich, sagte er."

978-3-8333-0853-6

Durch Zufall in den Stapel der ausrangierten Leseexemplare gegriffen, sich nichts bei der Wahl gedacht.
Und so gnadenlos überrascht worden von diesem Buch.
Unglaublich.

Freitag, 21. Dezember 2012

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Weihnachtszeit in der Buchhandlung

Mal ganz abgesehen davon, dass wir alle tierisch viel arbeiten müssen und jede Menge Leute krank sind,
kann man zu der Weihnachtszeit im Buchhandel nur eins sagen: Hütet euch!
Klar hat man das ganze Jahr über die verschiedensten Kunden, mal sind sie nett, mal eben nicht.
Aber in der Weihnachtszeit geht dies schrecklich weit auseinander.
Entweder haben die Leute total gute Laune und man freut sich wirklich darüber, sie bedienen zu dürfen.
Oder es ist ganz schrecklich.
Gestern wurde ich von einer Kundin sogar tierisch angemacht für etwas, für das ich nun wirklich nichts konnte. Und zwar wirklich unnormal laut und unfreundlich.
Und wie viel sie an unserem kostenlosen (!!!) Einpackservice rummeckern, wirklich unglaublich. Sollen sie ihre Geschenke doch verdammt nochmal selbst verpacken!

So, dem Ganzen musste jetzt mal Luft gemacht werden.
Anbei ein Bild vom 22.06. diesen Jahres, was mir zeigt, dass auch wieder andere, unstressige Zeiten kommen.
Qualität von meiner Handykamera wie immer TOP!


Sonntag, 16. Dezember 2012

3. Advent

Wann hören wir eigentlich auf, Kinder zu sein?
Wann hört die Fantasie damit auf, der größte Teil in unserer Welt zu sein?
Wann ist es vorbei mit der uneingeschränkten Ehrlichkeit?


Freitag, 7. Dezember 2012

Zeitenlos


"Zeitenlos - Der Anfang" von Shelena Shorts
Baumhaus Verlag
ISBN: 978-3-8432-1000-3
Preis: 8,99€
genau 358 Seiten Text
auf Deutsch








"Ich stand auf Klassiker und hatte eine ganz besondere Vorliebe für gebrauchte Bücher, am liebsten mit Widmung und Datum. Solche Einträge führten dazu, dass ich meiner Fantasie freien Lauf ließ und mir ausmalte, wie der frühere Besitzer wohl ausgesehen haben mochte. Gebrauchte Bücher hatten einfach mehr Charakter, fand ich."

"Ich war es gewöhnt, mich immer unter Kontrolle zu haben, doch jetzt hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, nicht ich selbst zu sein, sondern mich in jemanden zu verwandeln, der diesen Typen mehr als alles andere auf der Welt wollte. Ich konnte nicht beschreiben, was in mir vorging, wenn ich mit ihm zusammen war. Mein Verstand wusste so wenig von ihm, aber in meinem Herzen kannte ich ihn in- und auswendig. Deshalb war ich auch so sicher, dass ich ihn wollte.
An jenem Tag wurde mir klar, dass ich niemals mehr dieselbe sein würde. Ich wollte ihn nicht nur in meinem Leben haben, ich hatte das Gefühl, als sollte ich mit ihm zusammen sein, auch wenn das keinen Sinn ergab."

"Ich war immer ein Kopfmensch gewesen, der Glück und Freude in Gedanken und Ideen suchte. Erst jetzt begann ich zu erkennen, dass Glück aus dem Herzen kommt, und an jenem Abend sprach mein Herz mit mir, sehnte sich nach dem Gefühl, das ich hatte, wenn ich mit Wes zusammen war."

"Welchen Sinn hätte das Leben, wenn ihr nicht gemeinsam die Dinge tut, die euch Spaß machen, solange ihr das könnt?"

Azriel

Und ein weiterer Post zum Betalesen.

Dieses Mal widme ich mich einem bestimmten Charakter, aus der Geschichte, die mich so sehr staunen lässt.
Es geht um Azriel, den Dämonen.
Auch wenn ich bisher erst 10 Kapitel der Geschichte kenne, bin ich sehr beeindruckt von ihm.
Wie man auf meinem Blog ja schon mitbekommen hat, hat mich noch nie ein Charakter so sehr fasziniert wie der des Damon Salvatore aus Vampire Diaries (Bücher und auch Serie, auch wenn beide sehr verschieden sind!!!).
Doch Azriel hat bisher durchaus das Zeug dazu, sich dem anzunähern. Auch wenn ich ihn bisher erst "oberflächlich" beschreiben kann.
Sein Aussehen, mit den strubbeligen, ganz hellen Haaren und den "gelben" Augen, sagte mir zuerst gar nicht zu, doch kann man ihn sich einfach so supergut vorstellen.
Da Anne mir erlaubt hat, ein paar Zitate aus den ersten Kapiteln zu verwenden, werde ich dies glatt tun, wobei ich sagen muss, dass das allerletzte - aus dem erst heute gelesenen zehnten Kapitel - einfach bisher am besten ist.

Er schob die Kapuze seines schwarzen Pullis vom Kopf und schüttelte die blonden, fast weißen Haare. Hinten hatte er sie, wie fast immer, zu einem Minizopf gebunden, vorn sahen sie eher so aus, als wäre er nur knapp einem Staubsauger entkommen. Und das war nicht wegen der Kapuze...er sah einfach immer so aus.
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"Du hast dich die letzten Tage nicht blicken lassen, also habe ich mir Sorgen gemacht und beschlossen, nach dir zu sehen." Er grinste und diesem ironischen Zug in seinen Mundwinkeln konnte man einfach nicht glauben.
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Auf einmal konnte ich direkt hinter mir Schritte hören und bevor ich auch nur im entferntesten Sinne reagieren konnte, wurde ich herum gewirbelt und gegen einen Baumstamm gedrückt.
„Hallo, hallo, wen haben wir denn da?“

Azriel lachte und diesmal klang es nicht sarkastisch. Dann lächelte er mich an. „Bist du sauer?“
Erst jetzt merkte ich, dass er mich immer noch festhielt, immer noch an den Baumstamm drückte.
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Obwohl er ein paar Zentimeter kleiner war als ich, ging auf einmal eine wahnsinnig bedrohliche Aura von ihm aus, vor der ich mich am liebsten weggeduckt hätte. Seine Augen wurden zu Schlitzen, die an ein gefährliches Raubtier erinnerten. „Wenn du sie eingesperrt hättest, hätte ich dich gesucht und dich auf die grausamste Art und Weise umgebracht, die du dir vorstellen kannst. Dann wäre ich in euer Gefängnis gewandert, hätte jedem den Kopf abgerissen, der sich mir in den Weg gestellt hätte und hätte sie wieder rausgeholt.“

Immer ironisch grinsend, selten ernst redend. Definitiv arrogant. Ein Arschloch-Typ eben. Aber einer mit gutem Herzen wie es aussieht.
Er könnte verschwinden, wann immer er wollte, müsste sich nicht in Gefahr begeben, doch aus irgendeinem Grund kommt er immer wieder zu Noé. Ich bin gespannt darauf, zu erfahren, was dahintersteckt, denn bei einem bin ich mir sicher: Nicht nur Freundschaft ist der Grund dafür. Ich würde fast wetten, dass sogar mehr als Liebe dahintersteckt, aber ich muss mich wohl noch ein wenig gedulden bis ich das erfahre.



Und nochmal ein Bild, weil ein Post ohne Bild doof ist.
Der Wald vor meiner Tür am 25.11.2012.