Zitat der Woche

"Deshalb sage ich, dass es hier spukt - mein Laden ist voll von den Geistern der Bücher, die ich nicht gelesen habe. Armen ruhelosen Geistern, die immer um mich herum sind. Es gibt nur eine Möglichkeit, den Geist eines Buches zu bannen - man muss es lesen."

(Christopher Morley)

Samstag, 22. Juni 2013

Dream a little dream..


Silber - Das erste Buch der Träume
von Kerstin Gier
Fischer Verlag
978-3-8414-2105-0

"Es ist immer wieder schön, mit dir zu träumen."

Kerstin Gier überzeugt mich mit ihrem neuen Fantasyroman für Jugendliche voll und ganz. Zunächst hatte ich ein wenig Bedenken, denn Rubinrot, Saphirblau und Smaragdgrün habe ich regelrecht verschlungen und bin einfach mal davon ausgegangen, dass sie da sowieso nicht nochmal rankommt.
Dennoch konnte ich mich nicht zusammenreißen und habe mir das Buch gleich am Erstverkaufstag geschnappt. Schade, dass ich auf die Fortsetzung nun leider noch warten muss.
Die Autorin schafft es mal wieder, eine locker flockige Atmosphäre zu schaffen, die man in einem Jugendbuch erwartet, dann aber doch so viel bedeutenderen Hintergrund einzubauen, dass man staunen muss, wenn er sich nach und nach offenbart.
Außerdem hat sie - wenn man es auch fieserweise als Abklatsch bezeichnen könnte - eine Art Gossip Girl eingebaut. Secrecy heißt sie hier und postet auf ihrem "Tittle-Tattle-Blog" (ich bitte Sie, Frau Gier, ging es noch seltsamer?) alles, was man über die beliebtesten Schüler wissen will, wenn auch nicht immer besonders freundlich - doch woher weiß sie alles und wer könnte verdammt nochmal dahinterstecken? Niemand weiß es. Mal sehen, ob es wie bei Gossip Girl auch 6 Staffeln (oder Bücher) braucht, bis man sich endlich wundern darf, warum einem das Offensichtliche nie aufgefallen ist.
Alltag und Fantasy sind also gekonnt kombiniert und zumindest ich bin nach dem Lesen zukünftig wohl jede Nacht gespannt auf meine Träume.

Vom Inhalt kann und will ich gar nicht allzuviel verraten.
Es geht um luizides Träumen (spätestens nach Inception ja ohnehin ein Trendthema), in gewisser Weise den Pakt mit dem Teufel und viele, viele Türen.
Die Liebesgeschichte darf natürlich auch nicht fehlen und mit Henry hat Frau Gier hier meiner Meinung nach einen viel liebenswürdigeren Charakter geschaffen als den Gideon in der Edelstein-Trilogie. Mit seinen verstrubbelten Haaren, der (vielleicht, vielleicht auch nicht) etwas zu langen Nase und dem ernsten Blick, sticht er aus der Masse der Schnösel hervor.
Nicht, dass ich was gegen kluge Leute mit viel Geld hätte, aber die Charaktere in diesem Buch sind einfach gleichzeitig so abstoßend und trotzdem witzig, dass ich sie kurz erwähnen muss. Danke für diese übertrieben Schilderungen.
Liv habe ich mit ihrer Nerdbrille und den sarkastischen Sprüchen auch sofort ins Herz geschlossen. Sie teilt lieber ein Bisschen aus, als runtergemacht zu werden, obwohl ihr Selbstbewusstsein gar nicht unbedingt das größte ist. In Gedanken kritisiert sie ihr kitschiges und verklärtes Verhalten bezüglich Henry auch ständig, würde sich dafür am liebsten selbst Ohrfeigen und genießt es dann doch ungemein. Sie liebt Geheimnisse und bekommt ihre Neugierde einfach nicht unter Kontrolle. Und wenn ihr jemand sagt, sie solle etwas nicht tun, tut sie es natürlich erst recht.
Wer von denen, die mich kennen und das hier jetzt lesen, lachen jetzt nicht und denken "Sanni hat sich selbst entdeckt"? Daniel tut es zumindest gerade, darauf wette ich!

Wiedermal ein Jugendbuch, das man auch als Erwachsener (nicht so wie ich, ich rede auch von richtigen Erwachsenen) lieben wird. Ich warte gespannt auf die Fortsetzung und natürlich auf Kerstin Giers Lesung, die unsere Buchhandlung am 21. September veranstaltet. Genau an dem Tag reise ich aus Frankfurt wieder ab und versuche rechtzeitig zurück in Lüneburg zu sein! Drückt mir die Daumen.

What if you slept
And what if
In your sleep
You dreamed
And what if
In your dream
You went to heaven
And there plucked a strange and beautiful flower
And what if
When you awoke
You had that flower in your hand
Ah, what then?
(Samuel Taylor Coleridge)

"Weißt du, fast mag ich dich irgendwie"


Graffiti Moon
von Cath Crowley
Carlsen
978-3-551-58279-9

Ich muss gestehen, dass mich das Buchcover mit den sich küssenden Menschen einfach kein Stück angesprochen hat. Aber dann hat mir zuerst eine Kollegin vorgeschwärmt und dann fiel mir die Leseprobe in die Hand. Auf dieser war allerdings nicht viel Text zu finden, dafür das Bild vom Cover mit einem der Gedichte aus dem Innenteil. Einfach top, also habe ich mir gleich das Leseexemplar geschnappt und das Buch locker an einem Tag durchgelesen - trotz Arbeit.
Es war also eigentlich viel zu schnell vorbei. 

Es ist sehr schön, dass das Buch aus den verschiedenen Sichten geschrieben ist, sodass man allen Gedanken wunderbar folgen kann.
Außerdem bringt es einen häufig zum Schmunzeln, da man als Leser natürlich die ganze Zeit weiß, was Lucy einfach trotz aller Hinweise übersieht - oder sogar will?
Der Traum ihrer schlaflosen Nächte, Graffitikünstler Shadow, ist nämlich Ed, der Typ mit dem sie bereits aus war und dem sie - nachdem er ganz ungentlemanlike (oder so ähnlich) ihren Hintern angefasst hat - die Nase gebrochen hat.
In dem Buch wird nun eine einzige abenteuerliche Nacht geschildert, in der sich Lucy und Ed, gemeinsam mit Freunden, auf die Suche nach Shadow und Poet - der die Texte zu den Bildern liefert - machen.
Während die Mädchen nicht ahnen, dass die beiden sich längst mit ihnen rumtreiben, fällt es den Jungs immer schwerer ihre ganzen Geheimnisse für sich zu behalten.
Eine Nacht voller Lügen und Verstrickungen, Abneigung und auch Zuneigung, wunderschönen und angsteinflößenden Momenten, voller Erkennen und doch nicht sehen wollen, voller Erwachsen werden und sich kindisch verhalten und natürlich mit einem super Ende.
Ein schnell zu lesendes und doch nicht plattes Buch.
Wunderschöne Gedichte und grandios beschriebene Bilder, hinter denen so viel steckt.
Wenn dieses Buch einen nicht zum Nachdenken bringt, welches dann?

"Wenn Wunsch und Erfüllung zusammenprallen, sagt Mum, dann ist das der Augenblick der Wahrheit."

"Was man in Kunst hineinsieht, sagt mehr über einen selbst aus als über das Kunstwerk, und das gefällt mir."

"Man kommt nur ans Ziel, wenn man verschwenderisch mit der Zeit umgeht."

Fear doesn't stop death, it stops life

Eigentlich wollte ich auf diesem Blog mal nur über Bücher, Zitate und so Kram schreiben, doch mitlerweile mischen sich immer mehr persönliche Dinge darunter.
Gut oder nicht gut, das ist hier die Frage.
Doch in Folge dessen kann ich es mir nicht nehmen lassen, euch das Ergebnis meines freien Samstages zu präsentieren: Ältere Bilder, die ich aufgestöbert habe.
Man muss schließlich auch über sich selbst lachen können.
Außerdem bin ich froh darüber, dass es eine Zeit gab, in der ich das Leben noch ganz anders gesehen habe als jetzt. Enjoy!

Man muss zu meiner Verteidigung sagen, dass der Teddy ein Geschenk war. Und ja, ich habe ihn immernoch!

Jo, Digga!
Durchaus horrorfilmtauglich


Kleine Überraschungen - Augenblicke des Glücks!

Es gab eine Zeit, da saß ich regelmäßig auf dem Flohmarkt, um sinnlosen Kram zu verkaufen. Ich liebe es!

"The risk of course is, that we can change too much. 'Til the point we don't recognize ourselfs. Finding our way back can be difficult.. there's no compass, no map. We just have to close our eyes, take a step and hope to god we'll get there."
(Grey's Anatomy)

"Sometimes you have to let things go so there is room for better things to come into your life."
(Gossip Girl)


Mittwoch, 19. Juni 2013

"Für Frieden kämpfen ist wie für Jungfräulichkeit vögeln."




Vergangenen Sonntag waren wir in Bremen Paintball spielen - für alle Beteiligten das erste Mal.
Ich muss sagen, dass es trotz der zahlreichen blauen Flecken und des Muskelkaters absolut spitze war. So bald es geht, werden wir auch wieder hinfahren!
Die Paintball-Area  war auf jeden Fall eine super Wahl, die Felder waren total toll und man konnte beliebig oft zwischen allen wechseln. Auf dem größten Feld konnte man zusätzlich noch Nebel und Schwarzlicht einschalten lassen. Den Nebel fand ich ziemlich uncool, da ich ohnehin schlecht Luft bekommen habe unter der Maske (ich muss aber auch gestehen, dass ich erkältet war), mit dem Schwarzlicht war es allerdings göttlich. Man hat so gut wie nichts gesehen, aber das machte die ganze Sache durchaus spannend.
Mein Tipp: zieht euch ein wenig dicker an, feste Schuhe und Handschuhe sind auch von Vorteil. Ich hatte in meinen ausgelatschten Tunrschuhen das Problem, dass ich an sehr klebrigen Stellen (die Böden sehen dort logischerweise aus wie Sau) immer hinten rausgerutscht bin. Die Frauen bekommen in der Regel einen Brustpanzer, ebenfalls sehr zu empfehlen, auch wenn er die Bewegungsfreiheit ein wenig einschränkt und man aussieht wie ein Michelinmännchen. Nichts für eitle Menschen, merkt euch das! :)
Die Bilder sind alle erst hinterher entstanden, ich finde wir sehen noch erstaunlich sauber aus. Die Overalls konnte man dort für 5 Euro kaufen, bringen tun sie aber nicht viel. Sie sind sehr dünn, vermeiden also keine Schmerzen, die Farbe ging an einigen Stellen trotzdem durch auf die (zum Glück alten) Klamotten und teilweise sind sie sogar gerissen.
Das letzte Bild zeigt wunderbar die Stelle, an der ich meinen größten blauen Fleck bekommen habe.
In dem Sinne noch einen schönen, sonnigen Tag!

Dienstag, 11. Juni 2013

When the words you want are out of reach, but they've never been so loud!



Flohmarkt an der Weser

Am Wochenende ging es vom Jugendmitarbeiterkreis meiner Gemeinde aus nach Bremen zum Vorbereitungswochenende der Sommerfreizeit (Auf die ich leider nicht mit kann).
UND ICH HABE MICH IN DIESE STADT VERLIEBT!
Es ist das erste Mal, dass ich mich auf Anhieb irgendwo so wohl gefühlt habe, dass ich sogar schon fleißig am überlegen bin, ob ich nach meiner Ausbildung nicht dort hinziehen möchte.
Die freie Zeit wurde größtenteils mit meinem besten Freund Daniel verbracht, die Nächte dann in größerer Gruppe! :)
Es war alles in Allem also ein anstrengendes, aber wunderschönes Wochenende und ein super Abschluss meiner Urlaubswoche!

MEINS - Auf der Dachterasse unserer Jugendherberge
UNSERS - Direkt unterm am Wasser vor unserer Jugendherberge
Lesen - meine Leidenschaft
Ein wenig Schleichwerbung 

Und zum Schluss: Der Witz des Tages "Am Deich? Am AAHASH!" 

Freitag, 7. Juni 2013

One way or another


"Fotos lügen.
Menschen verhalten sich anders, wenn sie wissen, dass sie vor einer Kamera stehen."
"Fotos lügen nicht.
Sie sagen die Wahrheit. Deshalb fotografiere ich so gerne. Du kannst Dinge über Leute durch die Linse hindurch sehen, die du nicht siehst, wenn du ihnen direkt ins Gesicht schaust."
(Aus "Beautiful World" von Rebecca Burton)

Boltenhagen April 2012

Donnerstag, 6. Juni 2013

Where are the plans we made for two?


Solch wunderbares Wetter genau in meiner Urlaubswoche - was gibt es besseres? :)
Also gleich mal ein kreatives Nest gebaut und ab in die Sonne!

Und entspannte Jugendfantasy liest sich ganz locker flockig nebenbei - Gerade der 3. Teil der Night World Reihe von Lisa J. Smith.

Und ein Bisschen was zum  Nachdenken nicht zu vergessen. Auch ohne die Geschichte aus "Vollendet" im Hinterkopf  durchaus wahre Worte. Ich fürchte zwar, dass dies das erste Mal ist, dass ich Zitate auf meinem Blog wiederhole, aber das ist mir heute einfach mal egal! :) Ich bin gerade so darüber gestolpert und es musste einfach sein. Lest euch gerne die Rezension auch nochmal durch: Klick!

"In einer perfekten Welt wäre alles entweder weiß oder schwarz,
richtig oder falsch,
und jeder würde den Unterschied erkennen.
Aber die Welt ist nicht perfekt.
Das Problem sind die Menschen, die denken, sie wären es."

"Vielleicht,
vielleicht auch nicht.
Wenn du mal so lange gelebt hast wie ich, wirst du eines gelernt haben:
Menschen sind nicht einfach gut und sie sind nicht einfach böse.
Wir wandeln unser ganzes Leben zwischen der Dunkelheit und dem Licht hin und her.
Derzeit freue ich mich, dass ich im Licht bin."
(Beide aus "Vollendet" von Neal Shusterman)

Dienstag, 4. Juni 2013

Meine Welt ist Deine Welt - ist die selbe Erde.


An jedem Platz, an jedem Ort 
wird gehasst und wird geliebt 
und jeder spürt, dass es was größeres 
als ihn selber gibt.

Und alle Tränen und alle Stimmen 
in einem Chor vereint,
weil jeder von uns allen 
in der selben Sprache weint.

(Peter Maffay - Meine Welt)