Zitat der Woche

"Deshalb sage ich, dass es hier spukt - mein Laden ist voll von den Geistern der Bücher, die ich nicht gelesen habe. Armen ruhelosen Geistern, die immer um mich herum sind. Es gibt nur eine Möglichkeit, den Geist eines Buches zu bannen - man muss es lesen."

(Christopher Morley)

Mittwoch, 16. April 2014

Girl's and Boy's Day

Der Tisch der Kids, später folge noch ein größeres, hellgrünes "schräg, besonders, ausgefallen"-Schild1
Jedes Frühjahr findet der Zukunftstag für Mädchen und Jungen statt, der ihnen die Möglichkeit gibt, in einen (Wunsch-)Beruf reinzuschauen, sich auszuprobieren und zu informieren. Beim diesjährigen Zukunftstag waren 2 Mädchen und ein Junge im Alter von 12 bis 15 Jahren bei uns zu Gast und ich durfte die Drei betreuen. 
Wichtig ist hierbei natürlich die Absprache mit der Chefetage: Was sollen sie sehen, wie viel dürfen sie wie eigenständig durchführen und wo haben wir Raum für diese Aktionen.
Eine Kollegin von mir hat gleich morgens eine recht ausführliche Führung mit den Kindern durch das gesamte Haus gemacht und erste Fragen beantwortet. Anschließend kamen die Kinder zu mir und es ging los: Ihre Aufgabe bestand darin, eigenständig einen Tisch zum Thema „besondere, ausgefallene Bücher“ zu gestalten. Doch wie das im Berufsalltag beim Umdekorieren so ist, muss dieser Platz auch erstmal geschaffen werden. Zunächst wurden also zwei Präsentationen an einen anderen Ort verlegt, wobei die Kinder auch erste Eindrücke für ihre Hauptaufgabe sammeln konnten und Fragen stellen durften. Passt es, wenn Bücher von der selben Größe alle nebeneinander liegen oder sollte man lieber mischen? Wie sieht es mit ähnlichen Farben aus? Was für verschiedene Stapelmöglichkeiten oder auch Ständer gibt es?
Nachdem dies erledigt war, kam der große Tisch direkt an der Treppe dran: Die Bücher wurden bereits von mir und den Kollegen rausgesucht, doch was ist mit der Deko? Ich führte die Kinder also in die Tiefen unserer Dekorationsräume, machte einige Vorschläge und beantwortete Fragen, lies sie aber größtenteils ganz allein entscheiden. Wichtig ist es natürlich, - auch wenn man sich größtenteils raushält, um die Kinder ihre Aufgabe erledigen zu lassen – dass man trotzdem nicht wie ein Beobachter wirkt und die Kinder sich nicht von oben herab behandelt fühlen. Also hieß es: Mitmachen, wenn auch nur an kleinen Stellen. Sachen tragen, fleißig staubwischen, Plakate aufhängen und auch mal einen Witz machen.
Als alles erledigt war, folgte dann noch eine ausführliche Fragerunde zu dem Beruf des Buchhändlers und unserer Buchhandlung. Auch zu meiner Ausbildung erzählte ich den Kindern einiges. So verließen drei bespaßte und erschöpfte Kinder unser Haus und hoffentlich hat zumindest eins davon nun den großen Traum, auch mal ein Buchhändler zu werden.

Dies ist der Text, der so auch in meinem Berichtsheft stehen wird. Wollen wir die ganzen anderen staubtrockenen Themen dadrin doch mal etwas aufmischen! :)

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